Holzarten und ihre Eigenschaften

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Afzelia, Doussie

Botanische Bezeichnung: Afzelia bipindensis, africana, pachyloba, cuanzensis
Familie: Caesalpiniaceae
Weitere Handelsnamen: Afzelia, Doussie, Apa, Lingue, Chanfuta, Pachyloba
Das Herkunftsgebiet von Afzelia: West- und Zentralafrika


Die Bäume erreichen eine Höhe zwischen 20 und 30 m, je nach Ursprungsgebiet, der Stammdurchmesser beträgt durchschnittlich 1,2 m. Das Splintholz ist schmal, blass strohfarben bis grau und deutlich vom hellbraunen bis rötlichbraunen Kernholz abgegrenzt. Das Kernholz dunkelt nach. Die Holzstruktur ist grob, aber ebenmäßig. 
Das Holz ist sehr fest, außerordentlich haltbar und stabil. Die Bearbeitung ist allerdings recht schwierig. Afezlia ist ein begehrtes Holz für den Innen- und Außenausbau, die Herstellung von Fenster- und Türrahmen und Türen, für den Treppen- und Ladenbau, sowie für hochwertige Parkett- unf Fußböden.



Ahorn, Spitz- & Bergahorn, Soft- & Hardmaple

Botanische Bezeichnung: Acer
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae, früher Aceraceae)
Herkunft: Gemäßigt tropische Gebiete, wie Eurasien, Nordafrika, Zentral- und Nordamerika

Bei uns verfügbare Arten aus dieser Gattung:
- Europäischer Bergahorn (Acer pseudoplatanus) aus Nord/Westeuropa

- Europäischer Spitzahorn (Acer platanoides) aus Nord/Westeuropa
- Amerikanischer Soft Maple, Spitzahorn (Acer macrophyllum) aus Nordamerika
- Amerikanischer Hard Maple, Zuckerahorn (Acer saccharum) aus Nordamerika 


Alle Hölzer dieser artenreichen Gattung sind durch eine auffällig gleichmäßige Struktur, eine überwiegend feine Porung, eine fast weiße bis hell bräunliche oder blass rötlichgraue Färbung charakterisiert. Dagegen reicht die Härte der verschiedenen Ahornarten über eine weiten Bereich, der in Nordamerika zu der Einteilung in "Soft Maple" (weiche Ahornhölzer) und "Hard Maple" (harte Ahornhölzer) führte.
Die Gattung Ahorn (Acer) ist mit zahlreichen Arten, außer in Australien und in den Tropen Afrikas und Amerikas, weit verbreitet. Die Vorkommen mit den häufigsten Arten liegen im östlichen Nordamerika sowie einer von Europa bis nach Ostasien reichenden Verbreitungszone. Die wegen der hellen Farbe am meisten geschätzte Art ist der in Europa vorkommende Bergahorn. Wegen ihrer guten Festigkeitseigenschaften am häufigsten verwendete nordamerikanische Zuckerahorn oder Hard Maple (auch Vogelaugenahorn: Holz mit maserähnlicher, punktförmiger Struktur im Tangentialschnitt).
Die Verwendungsbereiche sind vielfältig. Bergahorn wird oft als Furnier überwiegend dekorativ eingesetzt. Als Vollholz für gedrechselte Gegenstände, einschließlich Holzblasinstrumenten, wie zum Beispiel Fagotts, für Teile von Streichinstrumenten, Klavieren, Flügeln sowie für Küchengeräte sowie Maschinenteile mit besonders glatter und gleichmäßig dichter Oberfläche, wie Spulen, Walzen und Gleithölzer.

Der amerikanische Spitzahorn, (Soft Maple) z.B. erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 m, in Einzelfällen sogar bis zu 36 m, bei Stammdurchmessern von bis zu 1,5 m. 
Das Splintholz ist gräulich-weiß, manchmal mit dunkleren Markflecken. Das Kernholz variiert von hell bis dunkel rötlich braun. Soft Maple lässt sich gut bearbeiten und ergibt gebeizt und poliert eine ausgezeichnete Oberfläche. Das Holz wird unter anderem bei der Möbelherstellung genutzt, zum Beispiel für massive Tischplatten. Außerdem eignet sich Soft Maple sehr gut zum Drechseln und Schnitzen.

 

 

Vogelaugenahorn, Bird's Eye Maple

 Botanische Bezeichnung: Acer saccharum

Herkunft: entsprechend dem Zuckerahorn Kanada östlich der Rocky Mountains und Norden und Osten der USA.

Weitere Handelsnamen: Bird's Eye Maple

 

Der Vogelaugenahorn ist keine eigenständige Ahorn-Art, sondern eine besondere Wuchsart. Vogelaugenahorn hat eine maserähnliche Struktur, die aus ca. 0,5 cm großen, wie Vogelaugen = Bird's Eye, anmutenden Ringen besteht. Die Licht- und Schattenkontraste dieser "Vogelaugen" ergeben ein außergewöhnliches Bild. Die Farbe des Holzes ist weißlich, eierschalenfarben bis weißlichgelb.

Verwendung findet der Vogelaugenahorn besonders bei der dekorativen Innenausstattung, teils für hochwertige Serienmöbel, im Musikinstrumentenbau, als Drechselholz und im Automobil-Bereich.



Amaranth, Purpleheart

Botanische Bezeichnung: Peltogyne lecointei (venosa) Familie: Caesalpiniaceae
Weitere Handelsnamen: Purplewood oder Purple Heart (EN), Purpurholz, Purpleheart, Roxinho, Bois violet, Violetta
Herkunft: Südamerika


Der Amarant(h)-Baum wächst im nördlichen Küstenbereich Südamerikas (Guyana, Surinam, Venezuela, Kolumbien und Brasilien). Es ist ein wichtiges Handelsholz. Die teil-laubabwerfenden Bäume erreichen eine Höhe von 38 bis 45 m und einen Stammdurchmesser von 0,6 bis 1,2 m.
Das Splintholz ist weiß bis cremefarben. Das Kernholz ist nach dem Einschnitt hellpurpur und dunkelt sehr schnell zu einem dunklen, purpurbraunen Farbton nach. Der Faserverlauf ist in der Regel gerade, kann aber auch wellig oder wechseldrehwüchsig sein. Die Holzstruktur ist mittelfein bis fein und gleichmäßig. Amaranth trocknet recht schnell mit nur geringen Qualitätseinbußen.
Es ist eher schwierig zu bearbeiten und stumpft Werkzeugschneiden mäßig stark bis sehr stark ab. Amaranth lässt sich gut verleimen und ist leicht zu polieren. Das Splintholz kann von Schadinsekten angegriffen werden, dieses lässt sich aber gut mit Holzschutzmitteln behandeln. Das Kernholz ist sehr haltbar und kann nicht mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Amaranth wird in den Herkunftsgebieten im Möbelbau und in der Kunsttischlerei verwendet, aber auch für schwere Bauaufgaben im Außenbereich eingesetzt, wie etwa beim Brückenbau, Süßwasser-Pfahlanlagen und Dock- und Hafenanlagen. Es lässt sich zu einem ansprechenden Fußboden verarbeiten. Amaranth wird als Schnitz- und Bildhauerholz verwendet, man stellt gedrechselte Werkzeuggriffe und Schmuckobjekte daraus her. Ebenfalls findet Amaranth Einsatz im Bootsbau.



Amarillo Buchsbaum

Botanischer Name: Aspidosperma parvifolium
Herkunft: Südamerika

 

 

Amarillo findet oft als Schnitz- und Drechselholz Verwendung.
Das Splintholz ist weißgelblich und kaum von dem Kernholz zu unterscheiden, das Kernholz ist gelblich bis Zitronengelb gefärbt. Hier handelt es sich um ein hartes und schweres Holz, welches sich einfach und schnell trocknen lässt. Rissbildung ist eher selten.

 

 



Amboina Maser

Botanischer Name: Pterocarpus indicus (abgeleitet von gr. petron - Flügel und karpos -Frucht)
Weitere Bezeichnungen/Namen: Narra, Narrabaum, Burma-Flügelfrucht
Andere Handelsnamen (seltener): Salomon Padouk / Manila Padouk (Narra ist der Nationalbaum der Philippinen)
Herkunft: Südostasien, vornehmlich Indonesien


Der Narrabaum wird je nach Wasserverfügbarkeit 10 bis 35 m hoch, hat gefiederte Blätter und gelbe bis orangefarbene, wohlriechende Blüten, die zu scheibenförmigen Flügelfrüchten reifen.  
Der Narrabaum wächst in vielen Ländern Südostasiens, auf den Pazifischen Inseln, auf den Philippinen, in Thailand und Papua-Neuguinea. Der Name Amboina kommt von der indonesichen Molukkeninsel Amboina (heute: Ambon).
Die Maserknollen des Narrabaums stammen ursprünglich von Ambon, man findet die aus Knospen und Verwachsungen bestehenden Stammverdickungen mit dem attraktiv gemaserten Holz auch heute fast ausschließlich auf den Molukkeninseln. Amboina ist auch heute noch eines der teuersten Hölzer der Welt und wird nur in Zehntelmillimeter Dicke z. B. für Armaturenbretter, Lenkräder und Schaltknäufe in Limousinen der Luxusklasse verwendet. Darüber hinaus wird dieses markante, meist durch "kreisende" Faserbewegung ausgezeichnete Holz in rotbraunen und orangegelben Farbtönen für hochwertige Möbel (hier meist als Furnier), Musikinstrumente und im Kunsthandwerk verwendet. Zum Drechseln von Schreibgeräten, Dosen, Schalen, für Messergriffe, und - seltener - für Humidore und Pfeifen wird dieses sehr schöne, gut verarbeitbare und widerständsfähige Holz sehr gerne benutzt.



Amouk, Boiré

Botanische Bezeichnung: Detarium macrocarpum, Detarium senegalense

Andere Namen: Amouk, Bodo, Bodowood, Mambode, Enouk

Herkunft: Westafrika

 

Die Farbe des Kernholzes kann bei Amouk sehr unterschiedlich sein, von ausgeprägten dunkelbraunen bis fast schwarzen Streifen, ähnlich wie beim Nussbaum, bis hin zu einer eher einheitlicheren rötlichen Farbe, wie z.B. beim Padouk, ist alles möglich. Oft ähnelt die Farbe auch der eines Palisanders. Die Holzfarbe des Splints ist gelb-gräulich oder hellbraun.

Amouk besitzt mittelgroße bis große Poren, die der Struktur von Bubinga sehr ähnlich sind. Harzkanäle sind in meist sehr weiten, unregelmäßigen Abständen vorhanden.

Es lassen sich schöne, mattglänzende, glatte Oberflächen erzeugen. Amouk lässt sich gut verleimen und schrauben. Tipp: hilfreich ist es, bei Amouk eine isolierende Grundierung aufzubringen, damit eventueller Harzaustritt verhindert werden kann. Wichtig ist hier auch möglichst gut abgelagertes Holz zu verwenden.



Anegre, Longhi

Botanische Bezeichnung: Aningeria robusta
Familie: Sapotaceae
Weitere wichtige Handelsnamen sind: Asam, Akatio, Aningueri blanc, Aningré blanc, Longhi blanc, Grogoli, Koandio, Osam
Herkunft: West- & Zentralafrika


Es handelt sich bei Anegre um ein überwiegend schlichtes, teils durch Spätholz farbstreifiges Holz, von gelblicher bis hell rosaner Färbung. Anegre ist ein mäßig hartes Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die im feuchten Zustand ohne Schwierigkeiten zu bearbeiten sind. Anegre ist in seiner Anwendung auf Möbel und den Innenausbau beschränkt. Als Vollholz wird es im Gestellbau für Sitzmöbel, stark profilierte oder geschnitzte Möbelteile und für Leisten eingesetzt.
Stark geriegelte Qualitäten (auch Longhi genannt) haben sich im Musikinstrumentenbau bewährt. Im Innenausbau wird es auch wegen der guten Kantenfestigkeit für Fußleisten, Türfutter sowie als Profilbrett für Decken- und Wandverkleidungen verwendet.
Splint und Kernholz sind im frischen Zustand meist gelblich grau und ohne deutliche Begrenzung. Bei der Trocknung in den hellen Partien oft gelblich, rosa bis rosagrau, dabei an Schnittstellen und Rissen grau bis blass rotbraun verfärbt. Der Faserverlauf ist gerade, leicht wechseldrehwüchsig bis geriegelt. Anegre ist bläueempfindlich.



Apfelbaum

Botanische Bezeichnung: Malus spp.
Familie: Rosaceae Herkunft: Europa bis Vorderasien

Der Apfelbaum (Malus sylvestris) wird auch als europäischer Wildapfel bezeichnet. Der Apfelbaum ist ein sommergrüner Baum, der bis zu 10 m hoch werden kann, überwiegend wächst er jedoch als Strauch mit einer Wuchshöhe von 3 bis 5 m. Generell ist der Wildapfel nicht immer eindeutig vom verwilderten Kulturapfel zu unterscheiden. Die Blätter, die Knospen von Malus sylvestris sind im Gegensatz zum Kulturapfel fast kahl. Allerdings ist es mittlerweile sogar umstritten, ob es Malus sylvestris überhaupt noch gibt oder ob es sich beim Holzapfel um eine mehr oder minder wildnahe Form des Kulturapfels handelt. Das Holz des Apfelbaums ist feinfaserig, im Splint rötlich weiß und hat einen rotbraunen Kern. Apfelbaumholz ist ein hartes Holz und wenig elastisch. Apfelbaum eignet sich gut als Drechselholz und zum Schnitzen.



Artocarpus, Jackfruchtbaum

Botanische Bezeichnung: Artocarpus heterophyllus
Andere Namen: Jackfruchtbaum
Herkunft: Südostasien


Der Jackfruchtbaum zählt zu den ältesten Obstbäumen der Welt. Er wird zwischen 10 und 25 m hoch und besitzt eine glatte, graubraune Rinde. Die Farbe des Holzes variiert zwischen gelblich-hellbraun bis zu goldorange.
Das besondere an dieser Art: die Früchte wachsen an den Zweigen, am Stamm und sogar an den Wurzeln.



Baumhasel

Botanische Bezeichnung: Corylus colurna
Weitere Handelsnamen: Türkische Hasel/Haselnuss
Familie: Betulaceae

Verbreitungsgebiet: Südosteuropa & Kleinasien über den Transkaukasus bis zum Himalaya

Die Baumhasel ist ein sommergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 20 m erreicht. Das Holz kennzeichnet ein hellbrauner bis rötlicher Kern und ein gelblicher Splint. Gerne wird dieses Holz zu Möbeln verarbeitet und ist auch bei Drechslern und Schnitzern sehr beliebt.



Beli, Awoura

Botanische Bezeichnung: Paraberlinia bifoliolata
Familie: Leguminosae Caesalpinioideae
Weitere Handelsnamen: Awoura, Zebreli, Ekop
Herkunft: West/Zentralafrika, vornehmlich Gabun und Kamerun Awoura


Beli ist dem Zebrano sehr ähnlich, alle wesentlichen Eigenschaften ähneln sich, allerdings weist Beli glattere und festere Oberflächen als Zebrano auf. Der Splint ist ziemlich breit, gelblich-weiß und kaum verwendbar. Das Kernholz ist hellbraun mit relativ geradfaserigen und gleichmäßigen Längsstreifen, dunkler als die Grundfarbe, auch daher zeigt es eine auffallende Ähnlichkeit mit Zebrano. Beli ist witterungsbeständig und hoch resistent gegen Insektenbefall. Verwendung findet Beli beim Bau von Luxusmöbeln, als Bau- und Konstruktionsholz, Furnierholz, für Inneneinrichtungen, als Parkett, für Täfelungen und Treppen und als Drechselholz.



Birke

Botanische Bezeichnung: Betula spp. (Bild Birke Maser)
Familie: Betulaceae
Weitere Handelsnamen: Gemeine -, Hänge-, Sandbirke, Weißbirke, Bouleau, Birch
Herkunft: Europa, Nordasien

Die Birken bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse, es handelt sich um sommergrüne Bäume und Einzelexemplare können ein Alter von bis zu 160 Jahren erreichen. Birken werden bis zu 30 m hoch, in manchen Fällen sogar noch höher. Die Borke ist bei den Birken besonders auffällig. Ihre Farbe reicht von schwarz über dunkel- bis hellbraun und weiß. Anfangs ist die Borke glatt, schließlich reißt sie vertikal auf. Auch die Rinde, das so genannte Birkenleder, findet einen vielfältigen Gebrauch, z. B. für Spanschachteln.
Die Birkenarten bilden als Splintholzarten keinen Kernholzbereich und somit keinen Farbkern aus. Das Holz ist daher gleichmäßig gelblich weiß, rötlichweiß bis hell bräunlich, leicht seidig glänzend, häufig mit Markflecken. Besonderheiten stellen die zum Teil vorkommenden Flammen- und Eisbirkenmuster dar, die auf stark unregelmäßige Faserverläufe zurückzuführen sind. Zum teuersten Holz der Birken gehört die Maserbirke, vornehmlich aus Schweden und Finnland. Birkenholz ist ein leichtes, dabei jedoch sehr haltbares Holz, resistent gegen Trockenheit und Feuchtigkeit. Birkenholz eignet sich für die Tischlerei, zum Drechseln und Schnitzen, das Holz der Maserbirke wird häufig für Messergriffe u. ä. verwendet.



Birnbaum, Birne

Botanischer Name: Pyrus spp.
Familie: Rosaceae
Weitere Namen: Pearwood, Poirier

Herkunft: ursprünglich Südeuropa, westliches Asien

Es gibt zahlreiche Varianten des Birnbaums, die alle von der Wildbirne abstammen, deren holzige Früchte nicht essbar sind. Bäume, die als Nutzholz angebaut werden, erreichen eine Höhe von 9 bis 12 m, selten bis zu 18 m, es wird ein Stammdurchmesser von 0,3 bis 0,6 m erreicht, wobei die Stammform oft sehr unregelmäßig ist. Der Birnbaum stammt aus Südeuropa und dem westlichen Asien, ist aber inzwischen in ganz Europa anzutreffen. Das gehandelte Holz stammt aus alten Obstplantagen in der Schweiz, Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich.
Das Splintholz ist blass gelblich-aprikosenfarben, das Kernholz variiert von fleischfarben bis hin zu einem blassen rosabraun. Birnbaumholz hat eine ungewöhnlliche Gleichmäßigkeit und eine sehr feine, glatte und ebenmäßige Struktur. Der Faserverlauf ist gerade, aber manchmal unregelmäßig, was zu einer ansehnlichen gefleckten oder geflammt/geriegelten Textur führen kann.

Das Holz trocknet langsam, aber mit einer ausgeprägten Neigung, sich bei unregelmäßigem Faserverlauf zu werfen und zu verziehen. Das Holz ist kräftig, zäh und standfest. Birnenholz ist gut zu bearbeiten, allerdings mäßig schwierig zu sägen. Das Holz ist gut zu verleimen und ergibt nach dem Beizen und Polieren sehr gute Öberflächen. Es ist nicht haltbar, lässt sich aber mit Holzschutzmitteln behandeln. Birne ist ein ausgezeichnetes Drechselholz, das für Schmuckgegenstände, Holzschalen etc. verwendet wird. Wegen seiner feinen Fasern ist es ein ausgesprochen gutes Schnitz- und Bildhauerholz. Es wird auch zu Musikinstrumenten wie Blockflöten verarbeitet und z. B. schwarz gebeizt (Ebenholzersatz) als Griffbretter für Geigen verwendet.



Black Cherry, amerikanischer Kirschbaum

Botanische Bezeichnung: Prunus serotina
Familie: Rosaceae
Weiterer Handelsname: Black Cherry, amerikanischer Kirschbaum, Wild Cherry
Herkunft: Nordamerika und Mittelamerika

Das Kernholz ist dunkler als bei europäischem Kirschbaum. Das Kernholz ist rotbraun bis blassgelb, das Splintholz ist blassrosa.

Das Holz ist recht hart, die Fasern fein und gleichmäßig, es ist schwer aber trotzdem biegsam und elastisch. Black Cherry ist nicht witterungsfest, es ist leicht und sauber zu bearbeiten, beizbar, gut zu leimen, schnitzen, messern und zu polieren.

Verwendet wird Black Cherry in der Furnierindustrie, für Massivholzmöbel, im Innenausbau als Parkett oder z.B. Deckenverkleidungen.



Black Limba

Botanischer Name: Terminalia superba
Familie: Combretaceae
Herkunft: Westafrika, Mittelafrika von Angola bis Kamerun
Andere Namen: Ofram, Akom, Korina, Frake

Der Baum kann bis zu 45 m Wuchshöhe bei einem Durchmesser von bis zu 1,5 m erreichen. Die Holzfarbe ist gelb bis bräunlich, bei älteren Stämmen sind oft dunklere, teilweise streifige Strukturen zu erkennen. Es können Zonen von gräulicher bis dunkelbrauner Farbe auftreten, die auf dem Längsschnitt ein Fleckenbild ergeben. Black Limba ist mäßig hart und lässt sich gut bearbeiten und polieren, die Poren des Holzes sind mittelgroß bis groß und zerstreut. Das Holz ist mit diesen Eigenschaften gut zum Drechseln geeignet.

Auch für den Bau von E-Gitarren und Bässen oder Inneneinrichtungen wird Black Limba verwendet. Allerdings ist es recht Pilz- und Insektenanfällig, aber im Innenausbau kann es fast für jeden Zweck verwendet werden. Als Vollholz, teils auch gebeizt, für Leisten, Möbelteile, Vorleimer, Büro- und Schulmöbel und Bänke.



Black Walnut

Botanische Bezeichnung: Juglans nigra

Familie: Juglandaceae

Weitere Namen: Black Walnut, amerikanische Walnuss, Schwarznuss

Herkunft: Ost-/Nordamerika

 

Der amerikanische Nussbaum ist ein 20 bis 30 Meter hoher Baum. Die maximale Wachstumsgeschwindigkeit kann bis zu 1,13 Meter pro Jahr betragen. Das Splintholz ist hellgrau, über graubraun bis hin zu rötlichbraun, es können teilweise dunklere Streifen auftreten, manchmal sind diese fast schwarz. Das Kernholz ist gleichmäßiger und dunkler gefärbt, es treten weniger dunkle Streifen auf.

Das Holz ist mittelschwer, lässt sich gut bearbeiten, Oberflächen lassen sich problemlos behandeln und kleben.

Das Holz wird verwendet zur Herstellung von Möbeln, Musikinstrumenten, sowie zum Schnitzen und Drechseln. Nussbaum gehört in Europa nach wie vor zu den hoch geschätzten Ausstattungshölzern.



Bloodwood, Satiné

Botanische Bezeichnung: Brosimum paraense

Familie: Moraceae

Herkunft: Südamerika, Brasilien, Peru, Panama, Venezuela

 

Der Baum wächst in Brasilien, Peru, Französisch-Guayana, Panama und Venezuela. Er wird bis zu 40 m hoch. Das Holz hat eine glatte und ebenmäßige Struktur. Das Kernholz weist nach dem Einschnitt eine intensive Rotfärbung auf, die mit der Zeit jedoch etwas nachdunkelt. Das breite Splintholz ist gelblich-weiß, Splintholz und Kernholz sind durch eine deutliche Linie voneinander abgegrenzt. Es finden sich manchmal auch honigfarbene oder goldene Streifen, aber das Holz wirkt eher durch seine bemerkenswerte Farbe, als durch auffällige Maserungen. Die Struktur ist meist fein oder mittelfein, kann aber auch gekennzeichnet sein durch Wechseldrehwuchs oder Wellen. Das kann sich von Brett zu Brett unterscheiden. Das Holz trocknet schnell und arbeitet danach relativ wenig.

Vom Kernholz sind meist nur recht schmale Abschnitte zu erhalten. Satine/Bloodwood ist sehr haltbar und lässt sich gut auf Hochglanz polieren. Da das Kernholz meist nur in kleinen Abschnitten erhältlich ist, wird es für entsprechende Arbeiten verwendet, etwa für die Herstellung von Sportbögen, Einlegearbeiten oder Angelruten. Zusammen mit dem Splintholz wird es für eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeiten eingesetzt, bei denen sich seine Haltbarkeit als Vorteil erweist.



Bocote

Botanische Bezeichnung: Cordia eleagnoides
Herkunft: Mittelamerika
Andere Namen: Mexiko Palisander, Bokote, Bocote

Bocote ist ein dekoratives, südamerikanisches Hartholz. Die Grundfarbe ist hellbraun, duchzogen von dunkelbraunen, fast schwarzen Adern. Es ist sehr gut polierbar.
Das Holz ist durch den hohen Ölanteil hervorragend als Drechselholz geeignet, Messermacher verwenden diese Art gern als Messergriff. Auch Im Gitarrenbau ist es sehr beliebt, oft werden zum Beispiel Griffbretter aus Bocote verwendet.

Für Tischler und Holz-Künstler ist es durch die besondere Optik sehr interessant.



Brasil Cedro, Cedrela Odorata

Botanische Bezeichnung: Cedrela odorata
Familie: Meliaceae
Weitere Namen: Cedar, Brasil Cedar, Guatemala Cedar, Honduras Cedar, Nicaragua Cedar, Tabasco
Herkunft: Mexico, Zentralamerika bis Südamerika

Die westindische Zedrele (Cedrela odorata) ist ebenfalls bekannt unter den Namen Spanische Zeder, Brasil Cedro oder wird kurz nach ihrem spanischen Namen Cedro genannt. Cedro ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mahagonigewächse (Meleaceae). Sie wächst von Mexiko über die Karibik und Mittelamerika bis ins tropische Südamerika.
Zedern sind Nadelbäume, die Zedrelen, um die es sich hier handelt, sind Laubbäume. Zur Gattung der Zedrelen gehören die Arten: C. fissilis Vell. und C. odorata L. Die Höhe der Bäume liegt - je nach Art und Standort - zwischen 10 bis 30 m, der Stammdurchmesser beträgt ca. 1 bis 2 m. Junge Bäume verfügen über ein blass rosabraunes Holz. Das dunklere, rötlich-braune Holz, gelegentlich durchsetzt mit leichten Purpurtönen, stammt von älteren, langsam gewachsenen Bäumen. Die Holzstruktur insgesamt ist grob.
Das Holz enthält Harze, die ihm einen charakteristischen Geruch verleihen, der an echtes Zedernholz erinnert.
Cedro trocknet schnell und ohne Schwierigkeiten. Das Holz ist haltbar, allerdings ist der Splint anfällig für den Splintholzkäfer. Das Splintholz läßt sich im Gegensatz zum Kernholz jedoch mit Holzschutzmitteln behandeln. Cedro kann zu einer hohen Oberflächengüte gebracht werden. Es findet Verwendung im hochwertigen Möbelbau, bei der Inneneinrichtung, in der Kunsttischlerei, im Bootsbau, im Orgelbau. Außerdem ist Cedro ein beinahe unverzichtbares Baumaterial für Konzertgitarrenhälse sowie Zigarren-Humidore. Der dezente Geruch des Holzes harmoniert in angenehmer Weise mit der Zigarre, hält Schädlinge von ihr fern und es nimmt sehr gut Feuchtigkeit auf: eine optimale Eignung für Zigarren. Darüber hinaus wird das Holz der Westindische Zedre aufgrund der guten Bearbeitbarkeit gerne als Mahagoniersatz genutzt.
Cedrela Odorata steht bei CITES unter Schutz. CITES: Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch CITES) Für Cedrela Odorata wird bei Einfuhr in NICHT-EU-LÄNDER eine Cites-Bescheinigung verlangt. 



Bubinga, Kevazingo

Botanische Bezeichnung: Guibourtia demeusei (tessmannii)

Familie: Leguminosae

Weiterer Handelsname: Kevasingo, Kévazingo, Owenga, Waka

Bubinga wächst vor allem in Westafrika, dort in Kamerun, Gabun und an der Elfenbeinküste.

 

Bubinga ist auch unter der botanischen Bezeichnung Guibourtia tessmannii (= Copaifera tessmannii) bekannt. Bubinga gehört zur Familie der Leguminosae, zu denen auch die vielen Rosenhölzer der Gattung Dalbergia gehören. Auch wenn das Aussehen von Bubinga nicht unmittelbar an die Rosenhölzer erinnert, wird es aufgrund dieser "Verwandtschaft" auch als African Rosewood bezeichnet.

Bei Bubinga handelt es sich um rötliche und meist fein violettstreifige, harte Hölzer, die verschiedenen Palisander- und Padoukarten ähneln können; gelegentlich mit Mylo (großer Wurmfraß) und Gummiadern. Vereinzelt kommen starke Faserabweichungen vor, die durch eine fein genarbte Oberfläche verursacht werden und dem Holz ein maserähnliches Bild geben. Das blasse Splintholz setzt sich deutlich zum Kernholz ab. 

Bubinga ist ein schweres Holz mit guten Festigkeitseigenschaften. Trotz der Härte ist Bubinga im feuchten sowie im trockenem Zustand sauber bearbeitbar. Beim Fräsen, Drechseln und Schnitzen entstehen auffällig glatte und matt glänzende Flächen. Es ist gut leimbar.

Aufgrund des schönen Holzbildes und der guten technischen Eigenschaften kann Bubinga für sehr unterschiedliche Bereiche erfolgreich eingesetzt werden: für Treppen, Kleinmöbel, Sitzmöbel, Griffe, Holzblasinstrumente, Schnitzereien und Drechselwaren wie Lampen, Leuchten, Schalen und Knöpfe. Drechsler schätzen es wegen seiner interessanten Färbung und Maserung, allerdings verursacht Bubinga bei der Bearbeitung viel Staub. 
Bubinga steht bei CITES unter Schutz. CITES: Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch CITES) Für Cedrela Odorata wird bei Einfuhr in NICHT-EU-LÄNDER eine Cites-Bescheinigung verlangt. 



Buche

Kernbuche:
Botanische Bezeichnung: Fagus sylvatica
Herkunft: Nord/Westeuropa
Andere Namen: Rotbuche, Beech, Hêtre

 

Die Gattung Fagus ist mit bis zu elf Arten in der nördlichen, gemäßigten Zone, also in Nordamerika und Eurasien eine verbreitete Baumart. Die Buche wächst in wintermilden und sommerkühlen Gebieten, sie mag ein eher freuchtes, ozeanisches Klima. Bei uns in Europa ist die Rotbuche oder die sogenannte 'Gemeine Buche' weit verbreitet.
Splint und Kernholz sind in der Regel nicht unterschiedlich. Das Holz der Buche ist rötlichweiss bis hellrötlich. Das Kernholz ist im allgemeinen ohne besondere Färbung bei Rotbuche. Vorkommende rotbraune Verfährbung, sogenannter "falscher Kern" ist eine Krankheitserscheinung der Rotbuche.
Aus Buche werden sehr häufig Tische, Stühle, Spielwaren und Werkzeugstiele hergestellt.



Buckeye

Botanische Bezeichnung: Aesculus glabra
Herkunft: Nordamerika, Zentral-Kalifornien

Der Buckeye-Baum ist eine Kastanienart und sieht sehr unscheinbar aus, aber seine Wurzeln wachsen zu riesigen Knollen heran, die bis zu 6 Meter im Durchmesser werden können. Die natürlichen grauen, blauen, braunen, goldgelben und manchmal auch rot bis lila "Strudel" in der Maserung geben diesem Wurzelholz seinen ganz besonderen Charakter. Dieses Holz ist eines der farbenprächtigsten Hölzer der Welt. 
Buckeye ist schon als Platte an sich ganz allein eine Augenweide; und als Wandschmuck sehr dekorativ. Es wird darüber hinaus verwendet zum Drechseln, zum Bau von Tischen und Uhren. Außerdem als dekoratives Top von elektronischen Saiteninstrumenten.

 



Bruyère, Baumheide

Botanische Bezeichnung: Erica arborea
Familie: Ericaceae
Herkunft: Mittelmeerraum, die Kanaren, Madeira, Zentralafrika
Weitere Namen: Bruyère, Baumheide

Die Baumheide ist eine baumartig wachsende Pflanzenart aus der Gattung der Heidekräuter. Der Baum/Strauch erreicht im Allgemeinen eine Höhe von ca. 6 m, auf den kanarischen Inseln kann er auch einmal auf 20 m anwachsen. Die Handelsbezeichnung für das Holz der Baumheide, das vorwiegend im Tabakpfeifenbau verwendet wird, ist das Bruyereholz (franz. bruyere = Erica)
bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden (zuerst in Frankreich) die knollenartigen Wurzeln zur Herstellung von Tabakpfeifen und Humidore genutzt.
Die Knollen haben in etwa die Größe eines Fußballs. Das Holz ist hell- bis rotbraun, häufig schön gemasert und sehr hart, hitzeresistent und beeinträchtigt daher das Aroma von Pfeifentabakrauch nicht.
Heute wir das Holz auch zur Schmuckherstellung genutzt.



Castello Buchsbaum

Botanische Bezeichnung: Calycophyllum multiflorum

Herkunft: Südamerika

Andere Namen: Castelo, Lemonwood, Calyophyllum multiflora, Palo blanco, Agracejo, Maracaibo boxwood, Venezuelan boxwood, West Indian boxwood

 

Castello Buchsbaum weist gute Bearbeitungseigenschaften auf, das Holz hat wie der europäische Buchsbaum eine gleichmäßige, feine Textur, das Holz ist aber nicht so typisch gelblich gefärbt, sondern eher farbunauffälliger.

Der Castello Buchsbaum erreicht einen großen Stammdurchmesser, der oft fehlerfreier als der des gemeinen Buchsbaumes ist.

Das Holz lässt sich gut bearbeiten, drechseln, bohren, hobeln und polieren. Verwendet wird das Castello Holz daher häufig für Blockflöten, Parkett, Möbel und Drechselarbeiten.



Christusdorn, Gleditschie

Botanischer Name: Gleditsia triacanthos
Herkunft: Amerika
Weitere Namen: Gleditschie, Honey Locust, Christusdorn

 

Das Splintholz des Christusdorns ist gelblich, rötlichweiß oder blassrosa. Das Kernholz variiert zwischen warmen Orangetönen über Rottöne bis hin zu Brauntönen.

Christusdorn ist hart, lässt sich aber trotzdem gut bearbeiten. Es ist sehr dekorativ, die Struktur der Holzstrahlen lässt sich gut erkennen. Daher wird es zum Beispiel im Möbelbau und im Innenausbau verwendet.

 



Cocus

Botanischer Name: Brya ebenus
Herkunft: Mittelamerika
Andere Namen: Jamaikanischer Regenbaum

 

Der Jamaikanische Regenbaum ist ein kleiner Baum, der 6 - 10 m hoch werden kann, dementsprechend sind die Stammdurchmesser meist relativ gering.
Die Farbe des Kernholzes reicht von grünlichbraun, dunkelbraun über rot-rotbraun bis hellbraun. Der Splint ist weißgelb. Das Holz ist sehr hart und dicht. Es lässt sich sehr gut bearbeiten und ist bei Drechslern sehr beliebt.

Häufige Verwendung findet es aufgrund seiner exzellenten Klangqualität im Holzblasinstrumentenbau, oder auch als Griffholz für Messer und Schreibgeräte.

 



Curupay Negro

Andere Namen: Bolivian Ebony, Curupay
Botanischer Name: Anadenanthera colubrina
Herkunft: Südamerika

 

 

Der Baum kann bis zu 25 m in die Höhe wachsen, ein Stammdurchmesser von bis zu 90 cm ist möglich. Das Holz ist sehr schwer, hart, fein gemasert und besitzt einen schönen Glanz. Die Farbe des Kernholzes ist sehr kontrastreich, rotbraun mit dunklen Streifen. Das Splintholz ist meist gelbbräunlich, kann aber auch blassrosa erscheinen.
Curupay wird im Außenbereich zu z.B. Terassendielen verarbeitet, im Innenbereich findet man es verarbeitet zu Parkett.

 

 



Douglasie

Botanische Bezeichnung: Pseudotsuga menziesii
Herkunft: Nord/Westeuropa
(ursprünglich westliches Nordamerika)

Andere Namen: Douglas fir

 
Dieser, ursprünglich aus Nordamerika stammende Baum erreicht wuchshöhen um die 70 m bei Stammdurchmessern zwischen 40-60 cm, teilweise über einem Meter. Douglasienholz ist grobfaserig, weich, sehr zäh und dauerhaft. Es besitzt einen geringen Harzgehalt. Die Farbe des Splintholzes ist gelbweiss. Das Kernholz ist rötlichgelb bis rötlich braun nachdunkelnd. Gut erkennbar sind die Zuwachszonen durch die Streifung. Es lässt sich gut leimen und lackieren, leicht spalten, gut messern und normal verarbeiten.

Douglasie wird oft als Konstruktionsholz und in der Furnier- und Sperrholzindustrie verwendet. Es ist gut für den Außenbereich geeignet.



Douka

Botanische Bezeichnung: Tieghemella heckelii
Familie: Sapotaceae
Herkunft: West/Zentralafrika
Andere Namen: Baku, Okola, Afrikanischer Birnbaum; Makoré ist sehr nah mit Douka verwandt

 

Die Splintfarbe ist blassrosa, das Kernholz rotbraun bis hellrot.

Die Poren sind bei Douka mittelgroß, das Holz wirkt glattflächig und von der Farbe einheitlich.

Es findet Verwendung als dekoratives Holz im Innenausbau.



Ebenholz

Ebenholz, zentralafrikanisch, schwarz
Botanische Bezeichnung: Diospyros crassiflora
Weitere Handelsnamen: African Ebony, Ebène, Ebano
Herkunft: Ebenholz kommt vor in Westafrika von Ghana bis Gabon

 

 

Ebenholz ist ein sehr schweres und hartes Holz, beim Bearbeiten neigt es zum Ausreißen und zum Splittern. Hobeln und polieren lässt es sich gut. Beim Trocknen neigt es zur Rissbildung. Die Poren dieses Holzes sind fein bis mittelgrob.
Das Kernholz ist idealerweise fast schwarz, oft ist es aber leicht mit gräulichen oder bräunlichen helleren Streifen durchzogen. Der Splint ist deutlich abgesetzt, er ist grau, bis graubraun oder gelblich.

 

Ebenholz wird sowohl im hochwertigen Innenausbau, für Drechselarbeiten, als auch im Schreibgeräte- und Musikinstrumentenbau verwendet. Außerdem für Billard-Queues.

 

 

Makassar Ebenholz

Botanische Bezeichnung: Diospyros celebica
Familie: Ebenaceae

Herkunft: Südostasien


 

Der Baum erreicht eine Höhe von 15 bis 20 Metern und einen Durchmesser von bis zu 50 cm.
Besonders ist die dramatische, streifige Erscheinung, die ein wenig an Zebrano erinnert. Das dekorative Kernholz ist schwarz, welches mit Streifen braun oder braunrot durchsetzt ist. Der Splint ist stark abgesetzt, er ist weisslich, blassgelb oder hellgrau.
Makassar ist ein sehr hartes und schweres Holz, die Poren sind sehr klein. Trotz diesen Eigenschaften ist es gut zu bearbeiten und zu messern. Es lässt sich gut hobeln, drechseln, schnitzen und polieren. Verwendet wird das Holz in der Möbeltischlerei, im Musikinstrumentenbau, für Billard-Queues und Furnier.

 

 



Ebiara, Berlinia

Botanische Bezeichnung: Berlinia spp. / Berlinia bracteosa
Familie: Caesalpiniaceae
Andere regionale Namen: Sarkpei, Essabem, Ekpogoi, Berlinia
Herkunft: West- /Zentralafrika


 

Der Baum Ebiara wächst unregelmäßig, erreicht eine Höhe von 30 bis 40 Metern und einen Stammdurchmesser von 60 bis 90 cm, in Ausnahmefällen auch bis zu 150 cm.
Frisch gesägtes Ebiara hat eine braune, rosabraune oder dunkelrotbraune Farbe, oft mit dunkelpurpurnen/dunkelbraunen Streifen. Später ist das Kernholz braun bis gelblich, ebenfalls mit Farbstreifen. Das Splintholz (ca. 100 bis 150 mm breit) ist farblich deutlich vom Kernholz abgesetzt. Es ist weiß, meist mit einer leicht rosa Tönung.
Ebiara hat Harzkanäle, die sich auf der Oberfläche als schwarze Streifen in Längsrichtung abzeichnen können. Die Maserung ist gerade bis unregelmäßig, das Holz hat Wechseldrehwuchs und die Struktur ist eher grob.
Verwendung findet das sehr dekorative Ebiara hauptsächlich im Innenbereich, als Furnierholz und als Drechselholz. Es wird benutzt für hochwertige Innenausbauarbeiten, für Treppen, Parkett, Leisten, Möbel und Vertäfelungen. Es ist auch im Außenbereich einsetzbar, z. B. für Gartenholzprodukte und Fassaden.

 

 



Edelkastanie, Marone

Botanische Bezeichnung: Castanea sativa
Herkunft: Europa
Weitere Namen: Edelkastanie, Esskastanie, Marone, Sweet Chestnut, Marron

Diese Art der Kastanien wird bis zu 30 m hoch und kann bis zu 500 Jahre alt werden. Das Holz der Edelkastanie ist dem Eichenholz ähnlich, der Braunton aber milder und ohne querlaufende Markstrahlen. Das Splintholz ist grauweißgelblich.

Das Holz ist mittelschwer, lässt sich nicht so gut trocknen, ist aber leicht zu bearbeiten und zu polieren, beizen. Das Holz ist widerstandsfähig, robust, hart dafür aber auch elastisch mit großen Poren. Zum Schnitzen und Drechseln eignet es sich gut, aber auch Möbelstücke werden aus Marone hergestellt, sowie Parkett, Gartenmöbel oder Pfähle.



Eibe

Botanische Bezeichnung: Taxus spp., Familie: Taxaceae
Eiben sind hauptsächlich in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet
Die Eiben (Taxus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae)

 

 

Der wissenschaftliche Name der Gattung leitet sich von dem griechischen Wort für "Bogen" ab und verweist auf die ursprüngliche Verwendung des Holzes.

 

Das Holz der sehr langsam wachsenden Eibe ist harzfrei sowie äußerst hart, dabei dennoch sehr elastisch. Die außergewöhnlichen Eigenschaften des Holzes führte im Mittelalter dazu, dass ganze Armeen mit Eibenbögen ausgestattet wurden. Der daraus resultierende hohe Rohstoffbedarf ist der Grund für den heute geringen, wild wachsenden Bestand.
Eibenarten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume.
Holzfarbe:  Der Splint ist gelblichweiß, der Kern rötlich. Eibenholz dunkelt stark nach, die Farbe wird rotbraun bis orangebraun. Verwendung findet das Eibenholz vorwiegend für Drechsler-, Schnitzerei- und Bildhauerarbeiten und für Musikinstrumente. Bei der Eibe handelt es sich um ein sehr dekoratives Holz mit markanter Fladerung. Maserknollen sind besonders gefragt. Schwarz gebeizt gilt die Eibe als "deutsches Ebenholz".

 

 



Eiche

Botanische Bezeichnung:  Quercus spp.
Herkunft: Europa


Eichenholz wird auch unter der Herkunftsbezeichnung gehandelt: z. B. deutsche, französische, polnische Eiche usw. Europäische Eichen werden bis zu 30 m hoch und erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 1,80 m. Das Splintholz ist heller als das Kernholz. Das Kernholz ist hell graugelb oder gelbbraun gefärbt.

Die Holzstruktur ist mittelgrob. Das Eichenholz trocknet langsam und neigt zum Reißen. Eichenholz wirkt auf Metall korrodierend und kann in feuchten Umgebungen verblauen. Die Verarbeitung ist im Allgemeinen gut. Es ist haltbar, kann jedoch von Insekten angegriffen werden, wobei das Kernholz nur sehr schlecht mit Holzschutzmitteln behandelt werden kann, das Splintholz dagegen gut.

Eiche ist weltweit eines der beliebtesten Hölzer. Es ist geeignet für den Möbelbau, die Kunsttischlerei, den Bootsbau. Es wird verwendet im Karosseriebau, Fußböden werden daraus hergestellt, es ist ein hervorragendes Holz für Skulpturen und diverse andere Schnitzarbeiten. Und selbstverständlich werden aus Eichenholz die berühmten Fässer für Whisky, Sherry und Cognac hergestellt.


Mooreiche

Botanische Bezeichnung: Quercus spp
Herkunft: Europa

Bei der Mooreiche handelt es sich um keine eigene Holzart, sondern es handelt sich um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren und Sümpfen gelegen haben und beim Trockenlegen dieser Gebiete gefunden wurden. 
Die Gerbsäure des Eichenholzes wird durch die Verbindung mit dem Eisensalz des Wassers sehr hart und verfärbt sich stark. Die Verfärbung geht von hellgrau über dunkelbraun bis tiefschwarz und kann sehr unregelmäßig sein. Es wurden Stämme von bis zu 20 m Länge und 1,40 m Durchmesser gefunden. Das Alter dieser Mooreichen liegt zwischen 600 und ca. 8000 Jahren.
Mooreiche lässt sich gut verarbeiten: sägen, hobeln, bohren, messern, schleifen und drechseln.

 

 

Roteiche

Botanische Bezeichnung: Quercus rubra

Weitere Handelsnamen: American red oak, Northern red oak, Red oak

Herkunft: östliches Nordamerika

 

Der Baum wird zwischen 20 und 25 m hoch und erreicht einen Durchmesser von bis zu knapp einem Meter. Das grobporige Kernholz der Roteiche ist braun bis rot oder gelb bis braun. Das Splintholz ist farblich deutlich vom Kern abgesetzt. Es ist hart und schwer, es ist mittelmäßig biegsam, unter Dampf jedoch, lässt es sich gut biegen und formen.

Aus Roteiche werden z.B. Möbel und Böden, Fässer, Webstühle und Räder hergestellt.



Elsbeere

Botanischer Name: Sorbus torminalis
Andere Namen: Waldbirnbaum
Der Elsbeerenbaum wächst vornehmlich in Südwest- und Süddeutschland, vereinzelt in Sibirien, Kleinasien

Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25 m, im Wald manchmal über 30 m hoher Baum.

Das Holz der Elsbeere ist eines der härtesten europäischen Hölzer. Das Splintholz ist sehr breit, das Kernholz ist nur wenig dunkler, kaum farblich abgesetzt. Das Elsbeeren Holz ist im frischen Zustand hell mit samtiger Oberfläche (Seidenholz) und dunkelt rötlich bis hellbraun nach. Durch seine Ähnlichkeit zur Birne wird die Elsbeere zusammen mit anderen Sorbus-Arten (Mehlbeere, Vogelbeere) auch unter der Handelsbezeichnung Schweizer Birnbaum verkauft. Bei der Elsbeere handelt es sich um keinen Birnbaum

Das Holz ist feinporig, hat häufig viele Markflecken. Es trocknet langsam, eignet sich sehr gut zum Drechseln und Schnitzen. Das Furnier wird für die Möbelschreinerei verwendet.



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